Die Carnica
Die Carnica, auch Kärntner Biene oder Krainer Biene genannt, ist eine weit verbreitete Unterart der Westlichen Honigbiene. In Deutschland wird sie seit vielen Jahrzehnten erfolgreich gehalten und gezüchtet.
Herkunft
Die Carnica stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Alpenraum, unter anderem aus Österreich und Slowenien.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in Deutschland stärker verbreitet und verdrängte vielerorts die heimische Dunkle Biene.
Eigenschaften
- sanftmütig
- guter Orientierungssinn
- kleine Wintertraube
- starke Frühjahrsentwicklung
- gute Anpassung an frühe Trachten
Verhalten im Jahresverlauf
Die Carnica überwintert häufig in relativ kleinen Einheiten, entwickelt sich im Frühjahr aber sehr zügig. Dadurch kann sie frühe Trachten gut nutzen.
In Trachtlücken kann sie ihr Brutgeschäft stärker einschränken. Gleichzeitig ist bei der Carnica auf eine ausgeprägte Schwarmneigung zu achten, weshalb regelmäßige Kontrollen im Frühjahr besonders wichtig sind.
Zuchtlinien
In Deutschland gibt es verschiedene Carnica-Zuchtlinien, zum Beispiel Troiseck, Peschetz, Sklenar oder die Celler Linie.
In der Carnicazucht spielen Rassemerkmale wie Filzbinden, Panzerfarbe und Cubitalindex traditionell eine wichtige Rolle.
Geeignete Beuten
Die Carnica ist nicht auf ein bestimmtes Beutensystem festgelegt. Sie kann erfolgreich in Dadant, Zander, Deutsch-Normalmaß oder 1 1/2 DNM gehalten werden.
Gut zu wissen
Die Carnica ist durch ihre Sanftmut und starke Frühjahrsentwicklung sehr beliebt. Gleichzeitig erfordert ihre Schwarmneigung eine gute Beobachtung und rechtzeitige imkerliche Maßnahmen.












