Nds. Vertreter von B90/Grüne zu Besuch auf dem LBS

20.4.2016: Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen im niedersächsichen Landtag nehmen sich während ihrer Klausurtagung in Bad Salzdetfurth Zeit für einen Besuch auf dem Vereinsgelände (Lehrbienenstand in Detfurth) des Imkervereins Marienburg e.V. Die Führung zur Bienenhaltung durch Frau Lipecki (Kreistags-Abgeordnete der Partei) auf dem Gelände gibt mit der Schaubeute sogar einen Einblick in ein Bienenvolk. Durch die aufgestellten Schaustücke kann maneinen guten Einblick in die Geschichte der Imkerei gewinnen.

” Den Landesgrünen hat es sehr gefallen. Ein ganz großes Kompliment an alle, die unseren Lehrbienenstand so gut betreuen. Beeindruckend vor allem die vielen Völker unserer Vereinsmitglieder in den bunten Kästen. Es zeigt, dass der Verein äußerst aktiv ist.”

4.5.2016: Schon wenige Tage nach dem Besuch der Landtagsfraktion erhielt der Verein auf dem Lehrbienenstand erneut Besuch einer Politikerin. Frau Brigitte Pothmer, Bundestagsabgeordnete aus Hildesheim, hatte die Einladung zu einem Besuch kurzfristig angenommen und nutzte den Klönabend für einen ganz intensiven Einblick in die Imkerei. Schon während der Führung über das Gelände zeigte sie sich beeindruckt von den verschiedenen, teilweise exotischen Bienenbehausungen, die die Vereinsmitglieder mit großem persönlichen Engagement errichten und pflegen. Im Laufe des Abends ging es dann auch um hochaktuelle Themen, die die Imker derzeit beschäftigen: Zulassungsprozesse und Auswirkungen für das Herbizid Glyphosat und das Tierarzneimittel Amitraz (zur Bekämpfung der Varoamilbe) waren neben den bürokratischen Hürden, die einem Verein immer wieder begegnen genauso Thema wie TTIP und seine möglichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Es wird im Laufe der Gespräche schnell deutlich, wie stark die Imkerei in der lokalen Umwelt und Wirtschaft vernetzt ist, genauso wie sie abhängig geworden ist von EU-Politik bis hin zu transatlantischen Handelsabkommen. Ein ausgesprochen breites Spektrum an Themen, welche die Imker durchaus beunruhigen und zusätzlich zu Wetterphänomenen und finanziellen Engpässen in der Vereinskasse durch Einschränkungen in der Förderung ihr ehrenamtliches Engagement im mittelbaren Umweltschutz belasten können.

Alle Besucher waren sich einig, daß sich der Weg zum Lehrbienenstand nicht nur wegen der schönen Lage und der erholsamen Atmosphäre auf dem Gelände lohnt. Sondern ganz besonders aufgrund der vielfältigen und unverstellten Eindrücke, die man von der Arbeit der Imker mit ihren Bienen gewinnt. Imkerei ist mehr als Honig zu produzieren.

Für den Verein ist diese Wertschätzung nicht zuletzt Anerkennung für die Arbeit mit den Bienen, Anerkennung aber auch für die anhaltenden Bemühungen um Verbesserungen in Umwelt- und Agrarpolitik sowie das Engagement in der Ausbildung der Neu-Imker.

Der Trend, Hobby-Imker zu werden, hält an und hat dem Imkerverein Marienburg das dritte Jahr in Folge einen ausgebuchten Kurs für Neu-Imker gebracht. Dadurch ist auch die Zahl der Mitglieder inzwischen auf über 100 Personen angestiegen, denn fast die Hälfte der Einsteiger bleibt auch dabei. Das ist einerseits Beleg für die Qualität der Ausbildung, aber genauso eine Bereicherung für das Vereinsleben, wenn man sich durch alle Berufsgruppen hindurch und alle Altersgruppen vom Vorschulkind bis zum Pensionär zum Klönabend oder Honigfest trifft.