Königinnen zeichnen und Varroa-Behandlung

Bei perfektem Imker-Wetter trafen wir uns ab 11.00 auf dem LBS um zunächst gespannt zuzusehen, wie man Königinnen im Stock auffindet und dann mit der korrekten Jahrgangsfarbe markiert. 2016 wird weiß verwendet. Werner Schwetje, einer der erfahrensten Imker im Verein, erklärt ganz nebenbei den interessierten Kursteilnehmern auch noch, worauf es zu dieser Jahreszeit zu achten gilt. Und dann ist es auch schon soweit, die erste Königin läuft ruhig über die Wabe und wird sofort mit der Hand festgehalten. Nicht jeder traut sich das zu, wofür man im Handel auch kleine Behältnisse kaufen kann. Der Stift bzw. die Plättchen sollten dann schon griffbereit liegen, wie auch ein kleiner Käfig, in dem die Königin solange sitzen bleibt, bis Farbe bzw. Kleber trocken sind und nicht mehr von den Stockbienen abgeputzt werden. Danach wird sie direkt auf den Rähmchen wieder ins Volk entlassen und verschwindet in der schützenden Wabengasse. Die Kursteilnehmer übten das Ganze dann erst an den Drohnen, bevor sie an ihre eigenen Völker gingen

Nach einer kurzen Pause bei Kaffee und Kuchen ging es dann mit einem anderen wichtigen Thema weiter, der Varroabehandlung im Spätsommer. Holger Pallas, im Verein für die Gesundheitspflege und Krankheitsüberwachung zuständig, erklärte zusammen mit Andreas Düvel die Vor- und Nachteile gängiger Hilfsmittel wie Liebig-Dispenser, Schwammtuch und Nassenheider Verdunster. Auch der Umgang mit der Ameisensäure wurde erklärt und die möglichen Gefahren der Verätzung bei Bienen und Imkern besprochen. Auf entsprechende Schutzkleidung und Kühlung der Säure muß dabei unbedingt geachtet werden. Die genauen Anleitungen sind im Handel oder auf dem vereinseigenen Flyer beschrieben (siehe “Wissenswertes”). Unter Berücksichtigung von Zeitpunkt der Honigernte und aktueller Wetterlage sollte jeder Imker spätestens Mitte August die erste Behandlung durchführen. Je nach Anzahl der dann gefallenen Milben ist direkt im Anschluß eine zweite Behandlung empfehlenswert. Das vermindert dann auch die Übertragung auf andere Völker während der späten Tracht im August.